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Auf diesen Moment hat Uta Schäfer (32) aus Duisburg 1336 Tage gewartet! Mit Herzklopfen steht sie ihrer kleinen Judith (4) gegenüber. Plötzlich bricht es aus dem Mädchen heraus: Mama!" Dann umarmen sich beide, drücken sich ganz fest aneinander. Auch Vater Bernd Schäfer (41) schließt die Kleine in die Arme. Unvergessliche Sekunden, die die Familie für immer im Gedächtnis behalten wird. Über drei Jahre haben die Eltern um Judith gekämpft - gegen das Jugendamt. Nächtelang nicht geschlafen, gezweifelt, geweint, immer wieder gehofft. Aber wie kam es dazu, dass die Familie so herzlos auseinander gerissen wurde? Judith war das Wunschkind von Uta und Bernd. Schon kurz nach der Geburt merkten die Eltern, dass sie unter so genannten Gedeihstörungen leidet. Sie trank zu wenig, wollte einfach nicht zunehmen. Unser Kinderarzt hat Judith dann nach Düsseldorf in eine Klinik überwiesen. Dort wurde sie mit Hilfe von Infusionen ernährt, weil sich ihr Zustand verschlechtert hatte", erzählt Uta. Weil die Ärzte nicht mehr weiterwussten, wurde das Baby mit chronischem Durchfall in Uniklinik Bonn überwiesen. Der leitende Chefarzt schlug eine Transplantation des Dünndarms vor, die aber in Paris gemacht werden sollte. Die fürsorglichen Eltern hatten sich etwas Bedenkzeit erbeten, um eine zweite ärztliche Meinung einzuholen. Der Mediziner ging aber nicht darauf ein. Hinter ihrem Rücken schaltete er das zuständige Familiengericht Duisburg ein. Seine Begründung: Die Mutter selbst würde das Kind mit Abführmitteln krank machen und leide am Münchhausen-Syndrom". Obwohl es mehrere gegenteilige Aussagen von anderen Kinderärzten gab, ging von da an alles sehr schnell. Mit einem dürftigen Gerichtsbeschluss verloren die Eltern das Sorgerecht für ihre Tochter auf Lebenszeit! Judith wird schließlich vom Jugendamt in die Obhut von Pflegemutter Marion Scheberg (41) gegeben. Diese wundert sich: Ich habe das Elternpaar Schäfer immer nur sehr liebevoll mit Judith umgehen sehen." Volker Laubert (64), Vorsitzender der Aktion Rechte für Kinder e.V." ist entsetzt: Einen derart krassen Fall habe ich selten erlebt. Das Kindeswohl scheint Ärzten und Behörden in vielen Fällen völlig egal zu sein." Das Ehepaar klagt vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf - und gewinnt! Nach 40 Monaten voller Angst erhielten wir endlich das Sorgerecht zurück. Das war der schönste Tag, solange wir zurückdenken können", freuen sich beide. Statt glückliche Familien zu trennen hätte das Jugendamt sich um den Fall von Melissa (5) und Natascha (6) kümmern sollen. Monatelang wurden die Kinder von ihren Pflegeeltern gequält, die nur die 1200 Euro Pflegegeld einstecken wollten. Durch einen Zufall flog alles auf, der Staatsanwalt ermittelte. Doch das Verfahren wurde eingestellt! Wieder war das Jugendamt schuld: es ließ keine Befragung der Kinder zu. Für Uta und Bernd muss das wie Hohn klingen. Ihnen wurde ohne Beweise das Sorgerecht für ihr Kind entzogen - aber die Folter-Eltern kommen ungestraft davon. Und alles zum Wohl der Kinder... @ Weitere Infos zum Thema: www.judith-schaefer.com www.aktionrechtefuerkinder.de |