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Zeitschrift Das Neue Blatt" vom 05.05.2004, Heft 20 Hinter Uta Schäfer liegen die vier schwersten Jahre ihres Lebens Endlich - ich habe meine kleine Judith wieder! Auf diesen Moment hat Uta Schäfer (32) aus Duisburg fast vier Jahre lang gewartet. Mit Herzklopfen steht sie Judith (4) gegenüber. Dem Mädchen, das ihre Mutter eigentlich gar nicht kennt. Wie wird sie sich verhalten? Hat sie verstanden, was ihr der Vater (41), der sie seit einem halben Jahr besuchen durfte, erzählt hat? Dass es da eine Mutti gibt, die sich nichts mehr wünscht, als ihre Tochter in den Armen zu halten? Utas Bedenken sind unbegründet: Freudestrahlend rennt Judith auf ihre Mutter zu. Dann umarmen sie sich, lassen nicht mehr los. Tränen der Erleichterung fließen... Vier Jahre sah Uta ihre Tochter nicht Rückblick: Im Herbst 2000 (Das Neue Blatt berichtete) nahm das Jugendamt den Eltern Judith weg. Das Kind litt zu dem Zeitpunkt unter einem schlimmen Darmvirus. Angeblich, so diagnostizierte ein Arzt damals, würde die Mutter unter dem Münchhausen-by-proxy-Syndrom" leiden. Was so viel bedeutet, dass eine Mutter ihrem Kind bewusst Schaden zufügt. Für Rechtsanwalt Gerald Schädlich aus Dinslaken fragwürdig: Es gibt bis heute keinen einzigen Beweis dafür, dass Frau Schäfer an diesem Syndrom leidet." Jugendamt und Amtsgericht sahen das anders. Den Eltern wurde jeglicher Kontakt zu ihrem Kind untersagt. Gemeinsam mit ihrem Rechtsanwalt klagte das Ehepaar vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf - und gewann! Das Ehepaar Schäfer bekam das Sorgerecht für Judith im Februar zurück! Das war der glücklichste Tag, solange wir zurückdenken können", freuen sich beide. Aber der Zorn über das Verhalten von Jugendamt und Familiengericht bleibt: Wir wurden wie Akten hin- und hergeschoben. Judith war für die Behörden nur ein Fall'. Um das Wohl des Kindes ging es denen doch überhaupt nicht!" Nun kommt die Zeit, in der sich Judith in ihr altes neues" Zuhause eingewöhnen muss. Sie macht es uns so leicht", strahlt ihre Mutter. Unsere Kleine ist ein richtiger Sonnenschein. Ich hoffe jeden Tag, dass sie in dieser schrecklichen Zeit, in der sie nicht bei uns war, keine psychischen Schäden erlitten hat. Diese hätten dann die Behörden zu verantworten, die das Kind aus seiner Familie gerissen haben!" Judith lacht und spielt fröhlich, während die Eltern von ihrem scheinbar endlosen Kampf um sie erzählen. Immer wieder schaut sie Mama und Papa an. Dann ruft sie: Ich bleibe bei euch! Für immer!" Die Eltern schlucken, holen tief Luft. Und lachen - vor Erleichterung! |