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Am internationalen Tag der Menschenrechte (10.12.2002) hat meine Freundin Cordula zu einer großen Menschen - Lichterkette für mich und meine Eltern aufgerufen. Mit dieser Aktion sollte nicht nur SOLIDARITÄT und BETROFFENHEIT bekundet, sondern auch der Forderung nach einer familiennahen Lösung Nachdruck verliehen werden. Über 250 Menschen haben sich nicht von den eisigen Temperaturen abhalten lassen und eine riesige Lichterkette rund um "meine" Kirche gebildet. Es tut echt gut, so viele Mitstreiter an meiner Seite zu wissen!!! | |
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Liebe Judith, das letzte Mal hatten wir uns auf Deiner Geburtstagsnachfeier am 1. Mai 2002 gesehen. Das war ein wunderschöner Tag und wir hatten viel Spaß, als wir mit Deinen Eltern, all Deinen Cousinen und Cousins, Onkeln und Tanten im Wald eine Indianer-Schnitzeljagd gemacht haben. Die Chance auf ein Wiedersehen bestand zum damaligen Zeitpunkt aber leider nicht. Denn seit dem 17. Mai 2002 warst Du anonym bei einer fremden Familie untergebracht. Deine Eltern, Verwandten und Freunde, wir alle, hatten keine Möglichkeit Dich zu sehen und mit Dir zu spielen. Darüber waren wir sehr traurig. Um nicht die Hoffnung und den Mut zu verlieren, habe ich am Tag der Menschenrechte eine Lichterkette organisiert. Eingeladen waren alle, die bereit waren sich hinter Dich und Deine Eltern zu stellen und somit ihre Solidarität mit Euch zu bekunden. Wir wollten, dass Ihr eine gemeinsame Chance bekommt. Aus diesem Grunde sollte ein sichtbares Zeichen gesetzt werden. Wir haben eine Lichterkette gebildet, die ganz leicht um die St. Dionysius Kirche und den Pfarrheim-Vorplatz reichte. Das musst Du Dir einmal vorstellen: Über 250 Menschen haben in der Kälte ihre Lichter gehalten und sich offiziell dafür eingesetzt, dass Du, Mama und Papa eine Gelegenheit bekommt, wieder eine Familie zu sein. Das war echt toll!!! Verbunden damit war die Hoffnung, dass diese Lichterkette die Entscheidungsträger wachrüttelt und sie sich sehr bald für Dich, Mama und Papa, also für DEINE Familie, entscheiden. Ich bzw. wir alle wollten, dass Du gemeinsam mit Mama und Papa aufwachsen darfst. Leider hat das Licht unserer Kette damals nicht alle erreicht und wir mußten noch viele weitere Aktionen veranstalten, bis Dir und Deinen Eltern endlich Recht widerfahren ist. Doch nun bin ich froh, dass Du endlich wieder zu Hause bist, | |