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Ich wurde am 29. April 2000 im St. Anna Krankenhaus in Duisburg geboren. Anfangs war ich ganz schön trinkfaul. Ich schlief beim Trinken immer wieder ein, so dass ich abgepumpte Milch per Flasche und auch per Löffel bekam. Dazwischen wurde ich auch per Magensonde ernährt. Am 22.05.2000 wurde ich mit der Auflage mich regelmäßig beim Kinderarzt vorzustellen, aus der Geburtsklinik entlassen. Bei einem dieser Kontrolltermine stellte mein Kinderarzt Dr. H. am 21.06.2000 eine leicht austrocknende Haut fest und überwies mich zur Abklärung medizinischer Ursachen in die Kinderklinik Düsseldorf-Kaiserswerth. Ab dem 30.06.2000 stellten sich dann Durchfälle ein, deren Ursache ein nachgewiesener Adenovirus war. Um mich mit genügend Nährstoffen zu versorgen, bekam ich Infusionen. Da die Durchfälle in Kaiserswerth nicht gestoppt werden konnten, wurde ich am 26.07.2000 schließlich in die Universitäts Kinderklinik Bonn verlegt. Dort wurde mir dann das komplette Programm der Instrumenten-, aber auch der Medikamentenmedizin zuteil: Es wurden Ultraschall- und Röntgenaufnahmen gemacht, man untersuchte mein Blut, entnahm mir bei zwei Magen-/Darmspiegelungen Gewebeproben, pflanzte mir einen Broviak ein, nahm ein CT vor und untersuchte diverse Stuhl- und Urinproben. Außerdem erhielt ich verschiedenste Medikamente und unterschiedlichste Nahrung, wobei besonders die recht kostspieligen Präparate "cabo-free" und "Neocate" zu erwähnen wären. Der Durchfall konnte trotz alledem nicht gestoppt werden. Obwohl einige Untersuchungsbefunde (positiver Laktose-Atemtest / Malabsorption) auf ein "postenteritisches Syndrom" (= Nachwirkungen der Adenovirus-Erkrankung) hindeuteten und auch die Kinderklinik in Kaiserswerth dies durchaus für möglich hielt, hat man diese Möglichkeit in Bonn nicht weiter verfolgt. Hier wurde eine Dünndarm-Transplantation (!!) für mich ins Auge gefaßt und diesbezüglich bereits Kontakt mit einer Klinik in Paris aufgenommen... Meine Eltern wollten diesem schwerwiegenden Eingriff aber nicht ohne weiteres zustimmen und sich zunächst noch die Meinung eines anderen Mediziners einholen. Dies war dem eitlen Professor anscheinend zuviel, denn kurz nachdem meine Eltern ihn und die Universitäts Kinderklinik somit in Zweifel gezogen hatten, beantragte Professor Dr. L. beim Amtsgericht Duisburg einen Eil-Beschluss, welcher es der Klinik erlaubte, mich ohne Beisein von Mama und Papa weiter zu untersuchen... |